Impressionen Tagliamento 2017

Wildnisreise im Kanu auf dem Tagliamento

Mit vier Booten machten wir uns auf dem Weg. Im oberen Abschnitt fanden wir ein gutes Camp auf einer bewachsenen und höhergelegenen Kiesbank.

Dort bestand die Möglichkeit, sich mit dem Kanu anzufreunden und etwas zu üben. Die grundlegenden Techniken sind ausprobiert worden.

Beim Campaufbau ploppten bei einigen erstmal Fragezeichen auf: "Wie soll das aussehen, wenn's fertig ist?"

Die TeilnehmerInnen unserer Gruppe wiesen ganz verschiedene Lebenshintergründe auf. Wunderbar wie wir uns als Paddel-Gemeinschaft am ersten Tag finden konnten.,

Der erste Abschnitt wartete am nächsten Morgen auf uns, mit deutlichen, wunderbar großzügigen Character eines Gebirgsflußes.

Am Ende des 1. Abschnitts erwartete uns ein wunderbarer Platz für unser Camp. Geschützt in der Uferboschung erbauten wir das Camp - diesmal war bereits klar, welche Handgriffe dazu nötig waren.

Abends saßen wir am Feuer, unterhielten uns über die Ereignisse des Tages und viele andere Themen. Wir hatten eine super Stimmung.

Es war eigentlich Schade, an diesem Camp am nächsten Tag schon wieder abzubauen. Dort hätten wir es noch länger aushalten können.

Die nächste Etappe im Kanu endete prompt im Fluß. An dieser Stelle versiegte das Wasser, nicht mal ein Rinnsal blieb übrig. Bei normalen Wasserstand im diese Jahrezeit ist das keine Überraschung.

An diesem Tag setzen wir über und brachten die Boot per Anhänger an die nächste wassersichere Stelle. Diese lag einige Kilometer weit flußabwärts.

Auch dort errichteten wir wieder unser Camp. Wir waren sehr hungrig, außerdem zog ein Gewitter auf. Das meinte es gut mit uns: kurzer, sanfter Regen mit einem kleinen Natur-Feuerwerk in der Ferne. Wie schön!

Das Essen bruzelte mit tatkräftiger Unterstützung des "Küchendienstes" bereits am Campfeuer. In dieser Stimmung schmeckt's gleich doppelt so gut!

Bei der nächsten Etappe zeigte sich der Fluß von verschiedenen anderen Seiten. Viele verschiedene Wasservögel begegneten uns, wunderbare Flußbiegungen und landschaftliche wunderschöne Kleinode an vielen Stellen.

Hier konnten wir richtig eintauchen in die nun ruhigere Stimmung. Und in den Pausen viel Baden gehen - schliesslich war es die ganze Tour lang wirklich heiß.

Wir erreichten an einer Sandbank einen traumhaften Campplatz. Wie sich herausstellte, war er mit wildem Rukola übersäht, was sofort unsere Vielfalt beim Abendessen bereicherte.

Schon wieder hätten wir einen Tag länger bleiben können. Nächstes Mal als drei Wochen frei nehmen?

Schon wieder wechselte der Tagliamento sein Gesicht, nachdem wir Latisana passiert hatten. Nun wirkte er irgendwie "amazonisch". Viele lange, große Gräser - wir nahmen an Bambus - wuchsen an zahlreichen Uferstellen.

Ein Highlight dieses Abschnitts sind die Seilspringstellen. Ein von Jugendlichen angebrachtes Seil hängt von einem großen Baum. Wer sich traut, schwingt sich damit vom teilweise erheblich höher gelegenen Ufer ins Wasser.

Nachdem wir die letzte Nacht an einem nicht mehr ganz so wilden Camp verbrachten und zwei wirklich nette Begegnungen mit den Leuten von vor Ort hatten, war am nächsten Tag die letzte Gang zu den Paddeln dran: Auf zum Meer!

Vielen Dank an unsere Teilnehmer! Ihr wart super toll, mutig und immer dabei, durch's ausprobieren neuer Dinge Eure Grenzen zu erforschen. Das Zusammenspiel untereinander und das Campleben steigerte sich am Ende der Tour nochmals in ungeahnte Höhen!

Ihr seid Spitze!

Video

Tagliamento Rückblick 2017