Impressionen Tagliamento 2018

Wildnisreise im Kanu auf dem Tagliamento

Als ich die Bilder für den Rückblick unserer Wildnisreise auf dem Tagliamento im Kanu aussuchte, erwachte vor meinem inneren Auge die ganze wunderbare Tour nochmal.

Die besondere Ausrichtung der Felswände zum Flussbett des Tagliamento im Gebiet unseres Einsatzortes bei Osoppo und die günstigen klimatischen Bedingungen der Gegend nützt der Gänsegeier (Gyps fulvus) mit seiner große Spannweite und stark aufgefingerten Handfittiche als seinen Lebensraum. Er hat uns dort als erster begrüßt.

Wir waren eine Gruppe von 7 Personen, unsere Fahrerin Ludmilla mit eingeschlossen. Die etwas kleinere Gruppe ermöglichte einen intensiven und tiefen Kontakt zwischen uns, eine besondere Qualität im Austausch und im Miteinander entstand so auf ganz natürliche Art und Weise.

Das ermöglichte uns auch, gut mit den Herausforderungen umzugehen.
Kaum waren wir losgepaddelt kenterte das erste Kanu an einer wirklich schwierigen Stelle, kurz danach das Zweite.

Ok, das heißt erst mal den Teilnehmer helfen, aus dem Wasser zu kommen, Kanu und Paddel sichern, Gepäck an Land holen...
Gut, dass es ein warmer Tag war und soweit alles gut gelaufen ist. Die tapferen Teilnehmer haben alles richtig gemacht und überstanden, obwohl der Schreck schon noch bis Abends in den Knochen saß.

Am nächsten Tag ging es gut gelaunt zur nächsten Ettappe.

Gänsegeier
Ufer bei Osoppo
Gleich gehts los!
Ausblick auf den Fluß
Stromschnelle
Friaul-Julische Berge
Ufer bei San Pietro
Ufer bei Ponte de Pinzano
Haarewaschen am Fluß
Fiume Tagliamanto
Nach Ponte della Delizia

Auf dem Fluß zu paddeln war einfach super. Da es die letzten Tage vor der Tour viel geregnet hatte in den Bergen, führte der Fluß viel Wasser und es war wunderbar kalt und klar. 

Es lud uns zum Baden und Floaten ein. Was uns allen sehr viel Spass gemacht hat. Außerdem war es immer wieder eine ersehnte Abkühlung. Dieses Jahr sind wir nur einmal von einem sanftem Nieselregen geweckt worden. Kein Gewitter, kein Sturm. Petrus war uns wirklich wohlgesonnen.
Nur Hephaistos (Gott der Metallkünste und der Schmiede) hatte es auf unseren Kanuhänger abgesehen. Die hintere T-Stange brach uns auf der Reise sogar zwei mal, doch mit unserer charmanten sowie kompetenten Fahrerin fanden wir im Friaul recht schnell zwei Werkstätten, die uns die Halterung wieder anschweißte. 

Natürlich wollten wir auch das Löffelbrennen und Schalenbrennen ausprobieren. Den Anfang machten zwei Teilnehmerinnen. Am Abend am Feuer ging es dann doch etwas einfacher als am Vormittag bei der schon früh beginnenden Wärme.

Die Autobahnbrücke ist immer noch in Arbeit, was für uns aber kein Problem darstellte. Obwohl der Tagliamento dort in große Rohre gepfercht wird und riesige Bagger im Wasser schaufeln, konnten wir gut umtragen und gleich wieder weiter paddeln.

Ahoi!
Floating
Camp bei Morsano
Tracking
Schalebrennen
Kurz vor der Autobahnbrücken Baustelle
Umsetzen
Einsetzen

Da der Fluß genügend Wasser hatte, paddelten wir die ganz Strecke zwischen Dignono und Madrisio durch. Der Tagliamanto beschenkte uns mit den vielfältigsten Grün- und Blautönen seines Wassers. Teilweise hatten wir das Gefühl auf einem riesigen See zu paddel.
Traumhaft!
Im Ruccolacamp (dort sammelten wir ganz viel frischen Ruccola für unseren Salat) zog uns der Uferschlamm so an, dass wir es nicht sein lassen konnten uns mit dem natürlichsten Sonnenschutz zu bedecken, eine Panade aus Flußschlamm und Sand.

Der Campaufbau und -Abbau wurde jeden Tag einfacher und schneller, die Routine wächst im tun. Wir waren ein gut eingespieltes Team. Auch die Teams in den Kanus meisterten das gemeinsame Paddeln sehr gut. Auch das Wechseln der Positionen brachte neue Erkenntnisse im Kanusteuern und auch für die eigene Persönlichkeit.

Der Cowboy-Kaffee jeden Morgen sowie die verscheidenen Fährten im Sand durften natürlich nicht fehlen.

Mittagspause vor Latisana
Spurensuche
Wer ist das?
Ruccola-Camp
Feuerstelle
Cowboy-Kaffee
Mückenschutz Panade
Mückenschutz Panade die 2.
Kormoran
Vogelgebiet
Team Marion und Thomas
Uferabsturz

Auf den lezten Flußkilomentern paddelten wir ruhig und meditativ dahin.
Das Ufer veränderte sich, die Strömung wurde immer langsamer und es breitete sich das Gefühl aus, bald am Ziel anzukommen.

Unser letztes Camp stimmte uns alle etwas nostalgisch. Am Anfang der Tour fühlt sich die Zeitspanne der noch kommenden Tage so lang an und auf einmal ist der letzte Abend da. Doch reich an Erlebnissen und Endrücken freuten wir uns alle, das große Wasser zu sehen. Noch ein paar Kurven und der Tagliamento mündet in das Meer.....

Vielen Dank an unsere Teilnehmer!
Ihr wart super toll, mutig und immer dabei, durch's ausprobieren neuer Dinge Eure Grenzen zu erforschen. Das Zusammenspiel untereinander und das Campleben fühlte sich wie der normalste Zustand an. Vielen Dank auch an unsere Fahrerin Ludmilla für Ihre kompetente Begleitung.

Es war uns eine reine Freude!

Hulk Sam
Flußverkehrsschild
Fischernetz über dem Fluß
Nahe bei der Marina
Großes Wasser
Angekommen!
Letztes gemeinsames Mittagsmahl
Dream team
Adriatisches Meer