Nachklang zur Wildnisreise im Kanu am Tagliamento 2012

Heuer hatten wir uns was neues ausgedacht. Unser Ziel war das Mittelmeer! Und zwar mit Sack und Pack und dem Paddel an der Hand und ohne jeden Zivilisations-Komfort wie Bett, Gasherd oder Waschbecken.

Sambara-Team: Noch in Kärnten, bald am Tagliamento
Sambara-Team: Noch in Kärnten, bald am Tagliamento
Osoppo, unser erstes Camp
Osoppo, unser erstes Camp
Die Teilnehmer und wir
Die Teilnehmer und wir

Los ging es in Osoppo, Friaul. Wir hatten 7 Tage Zeit, um von dort bis zum Mittelmeer zu kommen. Da blieb viel Zeit zum verweilen und genießen. Die Offenheit der Teilnehmer sich auf Neues einzulassen zeigte Wirkung: In manchen Abschnitten durften wir so Naturbeobachtungen erleben, die sonst selten aus dieser Distanz möglich sind. Das passiert, wenn sich der Mensch wieder in seine Natürlichkeit "einschwingt" und sich mit seiner Umgebung verbindet.

Selbstbeschreibend
Selbstbeschreibend
Foxwalk- und Weitwinkelübung
Foxwalk- und Weitwinkelübung
Der Austausch war uns wichtig
Der Austausch war uns wichtig

Jeden Tag erwartete uns ein neuer Ort - das heisst auch immer: Camp auf- und abbauen. Dank des Zusammenhalt der ganzen Gruppe und der großen Hilfe von Klaas, unserem zusätzlichen Teamer, lief das wie am Schnürchen.

zweites Lager in einem Seitenarm
zweites Lager in einem Seitenarm
Abschied von den Bergen
Abschied von dem Bergenpanorama
Alles dabei!
Alles dabei!

Es ging uns dabei nicht um die längste Distanz in der kürzesten Zeit. Sondern um das Gegenteil: Entschleunigung. Die Landschaft hat hier wohl auch einen Beitrag geleistet.

Team und Teamhelfer
Team und Teamhelfer
praktisch
praktisch
Naturfango am Ufer
Naturfango am Ufer

Zwischen der anfänglichen Berglandschaft liegt das breite Flußbett mit vielen Armen und kargem Bewuchs. Dann, ohne es ahnen zu können, verschwindet der Fluß plötzlich im Boden - es ist staub trocken. Dank unseres Fahrer-Teams überbrückten wir diese Stelle und setzten wieder bei sicherem Pegelstand weiter Flussabwärts an einer traumhaften Stelle ein.

Drei auf der Sandbank
Drei auf der Sandbank
Rendezvous mit dem Abendrot
Rendezvous am Abend
die Flotte
die Flotte

Das Flussbett begann schmäler zu werden, zum ersten Mal waren Fische verschiedenster Art deutlich zu sehen: Gleich gab es zweierlei Arten zweibeiniger Fischer zu entdecken: Neben den wenigen menschlichen Fischern beobachteten wir Scharen von stackselnden Kranichen, Reihern und Kormoranen.

wilder frisch gepflückter Rucola
wilder frisch gepflückter Rucola
vor dem Gewitter
vor dem Gewitter
nach dem Gewitter
nach dem Gewitter

Langsam verändert sich die Brise in der Luft: Der Kühle in den Bergen wich mehr und mehr der salzige Geschmack der Adria, schon lange bevor wir den Sandstrand auch nur ahnen konnten.

Aufbruch
Aufbruch
die Ebbe kommt
die Ebbe kommt
Indianer? nein Cowboy
Indianer? nein Cowboy

Vor der ersten (und einzigen) Stadtpassage durften wir Mitten in der Nacht einem Gewitter trotzen - es war so nah, daß wir uns als Teil von ihm zählten. Da uns gleich danach die längste Paddeldistanz erwartete, gab es für einige Sekundenbruchteile einen Stimmungsanflug von Meuterei. Der verschwand sogleich wieder, als wir endlich unser letztes Camp aufbauten: Am nächsten Morgen sollte es gleich früh weiter gehen bis zum lang ersehnten Mittelmeer.

der Fluß verändert sich
der Fluß verändert sich
Nachtcamp nach Paddelstrapaze
Nachtcamp nach Paddelstrapaze
entschädigende Abendstimmung
entschädigende Abendstimmung

Nach einigen Checks von Ebbe und Flut hatten wir tatsächlich das Glück, bei beginnender Ebbe mit dem Fluß ins Meer "mitpaddeln" zu dürfen. Welch' Entspannung im Vergleich zum Vortag! Und vorbei an einigen Marinas und einem wirklich großen, im kleinen Kanu Ehrfurcht einflössenden Containerschiff direkt zum Strand. Eine kleine Meerwasserpassage mit recht zügigen, aber noch gut paddelbaren Wellengang gab der erfolgreichen Ankunft am Zielpunkt noch das I-Tüpfelchen.

Schilderverwirrung
Schilderverwirrung
Adria, wir kommen
Adria, wir kommen
David und Goliath
David und Goliath

Rückmeldung von Teilnehmerin Inge:
"Ich bin immer noch sehr erfüllt von unserer gemeinsamen Reise. Es waren unvergleichbare Tage mit Euch und ich kenne mich gar nicht so schwärmerisch - aber es ist wie es ist!!!"

Rückmeldung von Teilnehmer Ferdinand:
"... möchte sofort wieder los, auf den Fluss, ans Feuer, ins Zelt, lauschend, gehend!"

Kurz davor
Kurz davor
Wellenkontrolle
Wellenkontrolle
benvenuto al lido
benvenuto al lido

Es war für uns ein besondere Reise und eine besonderere Zeit! 
Vielen Dank an alle, die dabei waren und die uns geholfen haben!

Fotos © 2012 BarbaraSeubert

 

 

Yeah - geschafft
Yeah - geschafft
bon giorno Zivilisation
bon giorno Zivilisation